VHS Henstedt-Ulzburg

Kultur - Gestalten

Schreiben soll Spaß machen. Nach dem Sommer wird die Taktung wieder höher, auch um sich über die gemachten Erfahrungen, den Fortschritt im ei genen Projekt und neue Schreiberkenntnisse austauschen zu können. Am 19.11.2026 wollen wir zum Ende gerne einen feierlichen gemeinsamen Ab schluss begehen. In dem Seminar wird es u.a. um folgende Themen gehen: • Motivation: Was bringt mich zum Schreiben? Was hindert mich daran? • Genres: In welchem Genre möchte ich schreiben? • Die 10 Hollywood-Plots • Bauchschreiben oder plotten? • Episches Präteritum oder modernes Präsens? Welche Zeit wähle ich? • Erzählperspektiven und ihre Besonderheiten • Erzählstrukturen (3-Akt, 5-Akt, 7-Akt) • Wie entwerfe ich Figuren? Wie entwickle ich sie? • Die Macht der Erzählorte • Der Schreibort – ein Ort zum Wohlfühlen, was brauche ich dafür? • Die Wichtigkeit der Atmosphäre • Schreiben mit allen Sinnen – die Wahrnehmungsbrille • Das Exposé • Was tun mit schweren Themen? • Die großen Gefühle – was spüre ich eigentlich?

• Klischees – kenne und nutze sie dann • Lebendiges schreiben – „Show, don`t tell“

• Wie recherchiere ich richtig? • Kann ich eigentlich Dialoge?

Gerne können vor Kursbeginn drei- bis fünfseitige Leseproben oder Ideen eingereicht werden. Selbstverständlich werden diese vertraulich behandelt.

Dozentenpro¿l: Vincent Voss

Nach meinem Abitur habe ich allerorts verlauten lassen: „Ich werde Schriftsteller.“ Ein halbes Jahr und ca. 70 Manuskriptseiten auf einer elektronischen Schreibmaschine später, habe ich dann ein gesehen, dass man davon nicht leben kann und erst einmal etwas Vernünftiges unternommen. Eine Reise nach Südostasien. 2008 habe ich eher zufällig wieder mit dem Schreiben begonnen, ein Internetforum rief zu einem Schreibwettbewerb auf und meine Geschichte wurde entweder in den höchsten Tönen gelobt oder total verrissen. 2009 nahm ich dann gleich an mehreren Ausschreibungen teil und die ersten Ver öffentlichungen in Kurzgeschichtenbänden folgten. Mit „172,3“ erfolgte mein Romandebut und mit „FaulÀeisch“ gehe ich meinen beschrittenen Weg als Horror-Autor weiter. „Töte John Bender“ ist ein Weird-Thriller und „Ich bin böse!“ ein Exorzismus-Roman. Mein kulturwissenschaftliches Studium aber mehr noch meine Tätigkeiten währenddessen (Tank wart, Aushilfe in einer Aluminiumverarbeitung, Marktverkäufer, PÀegehelfer auf einer akutpsychi atrischen Station, SAP-Logist in einem Telekommunikationsunternehmen, Call-Center-Agent, Pädagoge, Sänger einer Terrorjazzband, AltenpÀeger, Bestatter, Fotografenassistent, Packer und Bodyguard) haben mich zu Beobachtungen geführt, von denen ich beim Schreiben zehre.

Ich lebe glücklich mit meiner Familie im Norden Hamburgs und mag mich gerne gruseln.

29

Made with FlippingBook - Online Brochure Maker